Schalchner Ursprung – das neue, alte Weissbier

Schalchner Ursprung – das neue, alte Weißbier vom Weißbräu Schwendl

Zum 500 jährigen Jubiläum des bayerischen Reinheitsgebotes hat sich Anton Schwendl etwas Besonderes einfallen lassen. Das Rezept, mit dem im Jahre 1935 alles begann, braut man nun aktuell in Schalchen nach. Mit dieser Rezeptur fing damals Therese Schwendl zusammen mit Ihrem Mann Michael in einem 80 Liter fassenden Waschkessel an Weißbier zu brauen. Bis zum heutigen Tag stellt die Weißbierbrauerei Schwendl ausschließlich obergärige Biere her. Mittlerweile sind aus der einen Sorte Weißbier in den letzten 81 Jahren jedoch  über 10 verschiedene Biersorten geworden. Angefangen von der altesrezeptLeichten und Dunklen Weiße über das Alkoholfreie bis hin zum Weißbierbock und einigen ausgefallenen Bierspezialitäten. „Man muss mit der Zeit gehen und auch immer wieder den Mut haben Neues zu kreieren“, so das Credo von Braumeister Anton Schwendl. „Viele sind der Meinung dass das Reinheitsgebot abgeschafft werden sollte, da es in einem gewissen Maße limitierend ist. Meiner Meinung nach haben wir aber eben mit diesem Reinheitsgebot ein tolles Gesetz welches den Wert des bayerischen Bieres steigert und die Kunst, gutes Bier zu brauen, erheblich erschwert“, so Anton Schwendl. Mit unzählig vielen Hopfen- und Malzsorten sowie verschiedensten Hefestämmen ist das Reinheitsgebot noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen – in diesem Rahmen wäre folglich noch einiges mehr möglich. Das Originalrezept von 1935 hängt selbstredend eingerahmt im Büro der Brauerei. „Ich habe es schon vor langer Zeit ins Reine geschrieben, jedoch noch nie wirklich mit dem Gedanken gespielt dieses Bier auch nachzubrauen, da man mit diesen Temperaturen beim Maischen heute nicht mehr arbeiten könnte“, resümiert Anton Schwendl. Braumeister Konrad Mayer kam dann plötzlich die entscheidende Erinnerung aus seiner Pallinger Lehrzeit in der Brauerei Fuchsbüchler. Dort wurde damals noch ein alter Thermometer verwendet welcher, nicht wie heute üblich, die Temperatur in Grad Celsius anzeigte sondern in Grad Réaumur ( 1 Grad Celsius entspricht 0,8 Grad Réaumur) – und schon war das Rezept nicht mehr „voglwuid“. Mit diesem „Geniestreich“ brauten die beiden das Rezept mit minimalen Veränderungen nach, ein altbayrisches Weißbier mit ‚urgschmackigem‘ Charakter.

im Bild (v.l.) die Braumeister Anton Schwendl und Konrad Mayer